Mein kreativer Prozess: So entsteht meine abstrakte Kunst

Meine Kunst spiegelt mein Leben wider.

Brushes on a cart in Atelier SoulArt

Sie erzählt von schmerzlichen und melancholischen Momenten, aber auch von vielen glücklichen und wunderbaren Erfahrungen -

so wird sie zum Ausdruck meines Lebens und zeigt, wie man mit offenem Herzen mitten in einer Welt voller Freude und Leid leben kann.

Ich glaube, Kunst spricht – mal wie ein sanftes Flüstern, mal wie ein lauter Ruf. Sie öffnet einen inneren Dialog und spiegelt meine Gedanken und Gefühle. Meiner Erfahrung nach entsteht unsere beste Arbeit, wenn wir authentisch sind – egal, ob wir glücklich, traurig, ängstlich oder verärgert sind. Wenn ich genau das auf die Leinwand bringe, fühle ich mich am authentischsten.

Ich beginne mit einem einzelnen Wort, einem Satz, einer Zeile aus einem Gedicht oder einem Gefühl. Mein künstlerischer Prozess ist geprägt von Offenheit und Intuition. Ich arbeite in einer vielschichtigen Herangehensweise, bei der jede Form, jede Farbe und jede Schicht Spuren von Emotionen und Erinnerungen trägt, und das Bild dabei immer mehr an Tiefe gewinnt.

Meine intuitiv entstehenden Markierungen und Striche sind wie die Narben und Triumphe des Lebens. Farben und Linien, Bewegung und Formen stehen in ständigem Dialog, und das fortwährende Hinzufügen und Entfernen lässt das Bild nach und nach Gestalt annehmen. Besonders fasziniert mich das Geheimnis des Abkratzens und Abschleifens, das die darunterliegenden Schichten und Texturen sichtbar macht.

Jenseits deiner Komfortzone passiert die Magie.
— Anonym

Für mich ist der Malprozess lebendig und jeder Moment hat seine Bedeutung. Mal ändert sich die Richtung, mal tauchen neue Ideen und kreative Impulse auf. Ich lasse mich auf das Unerwartete ein und vertraue meiner Intuition. Hinter Farben, Schichten und Markierungen entsteht ein stiller Dialog zwischen dir, mir und den Erfahrungen, die unser Menschsein prägen.

Das Leben ist nicht immer einfach. 

Es ist oft chaotisch, herausfordernd und kann uns müde machen. Zweifel und Hindernisse gehören dazu, aber genau daraus entsteht die Geschichte, die auf der Leinwand sichtbar wird. Für mich heißt das, die Kontrolle loszulassen, dem Prozess zu vertrauen und zu beobachten, wie sich alles nach und nach fügt – und am Ende ergibt alles einen Sinn.

Oft werde ich gefragt, wie ich weiß, wann ein Bild fertig ist. 

Claudia Wiebe in her studio

Meistens weiß ich es einfach – manchmal stelle ich es in unser Esszimmer und lasse es ein paar Tage bei mir stehen. Wir schauen einander an, schweigend, und oft beginnt das Bild, mir etwas zu „sagen“. In diesen Momenten spüre ich, welche Richtung es gehen möchte, und ich arbeite weiter, bis ich das Gefühl habe, dass es alles gesagt hat, was es ausdrücken wollte.

Wenn du meine Kunst in dein Zuhause holst, hoffe ich, dass sie etwas in dir bewegt oder Erinnerungen weckt und Raum lässt für deine eigenen Assoziationen. Sie soll nicht nur deine Wände verschönern, sondern auch zeigen, wie Mut, Entwicklung und Verletzlichkeit in jedem Werk sichtbar werden.

Ich lade dich ein, immer wieder hinzusehen und neue Details zu entdecken, die dir beim ersten Mal entgangen sein könnten. Wie im Leben lohnt es sich, unter die Oberfläche zu blicken – jedes Werk offenbart seine Tiefe auf ganz eigene Weise.

 

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